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Ein Grund zum aufautmen
Gerade bei Festivalhopper.de gelesen, gefreut, 5000 Bierdosen ausgepackt und ausgerastet.

Wie Ihr sicher wisst, sind alle scheiße drauf, weil Deichkind sich nach der jetztigen, sogenannten Tour 3.0 auflösen wollen. Eine Bandpause einlegen. Sich auf unbestimmte Zeit mit anderen Dingen befassen. Nennt es doch wie Ihr wollt, jedenfalls befürchteten viele, dass diese Tour die letzte sein wird.
(Anscheinend) Schnee von gestern! Denn heute wurde bestätigt, dass die Band, die die Party rockt nächstes Jahr auf dem österreichischen Nova Rock Festival spielen wird. Yeaahh! Das ist zwar pure Spekulation meinerseits, aber wenn Deichkind Festivals in Österreich spielen, werden sie sicher auch einige in Deutschland mit ihrer Anwesenheit beglücken, oder? Ich denke da zum Beispiel ans Hurricane Festival oder natürlich an das Juicy Beats (BIERDUSCHE!!!). Hachja, man darf ja wohl noch träumen dürfen.
Jetzt ist wohl abwarten, Bier Tee trinken und Daumendrücken angesagt…
Open Source Festival 2009 Nachlese
Diesmal halte ich mich kurz. Versprochen.

Das Open Source Festival in Düsseldorf ist so eine Sache für sich.
Es unterscheidet sich stark von klassischen Festivals. Es wird von 1Live gesponsort? ins Leben gerufen? Keine Ahnung. Jedenfalls fallen die nicht weiter auf. Ganz im Gegensatz zu Carhartt, die auch Sponsor sind. Neben einer Carhartt Bühne, gab es auf dem Festivalgelände (eine Pferderennbahn) diverse Stände an denen man sich für wenig viel Geld neu einkleiden konnte. Ich hab ja nichts gegen Klamottenstände oder allgemein irgendwelchen Distros auf Festivals, aber Carhartt? Wer geht denn bitte mit 100 Euro zu einem Ein-Tages-Festival um sich dann davon 2 T-Shirts leisten zu können?
Doch anscheinend war ich der Einzige auf dem Festivalgelände, dem das negativ auffiel. Ich für meinen Teil fühlte mich jedenfalls total underdressed, wenn ich die anderen hippen Festivalbesucher sah. Ernsthaft, seit wann sind Festivals zu einer Disco-ähnlichen Veranstaltungen mit Dresscode geworden? Es fehlte wirklich nur noch, dass jemand mir sagte „Ey Du, Du kommst hier net rein!“. (Okay vielleicht übertreibe ich ein klein wenig, aber ich würde niemals mit so Klamotten an einem verregneten Tag auf eine Pferderennbahn gehen, dessen Boden zum Teil matschig war, um mir Bands anzugucken oder zu tanzen. Das macht für mich alles keinen Sinn)
Dann das Essen. Für Leute mit so ausgefallenen Diäten wie mir (ja, ich ernähre mich rein vegan) immer eine heikle Angelegenheit. Das Open Source Festival war dieser nicht gewachsen. Die einzige vegane Alternative waren 2€ teuere Brezeln. Aber hier essen? Nein danke! Was ist so schwer daran ne Pommesbude Frittenbdue auf das Gelände zu stellen. Naja, hätte vielleicht nicht zu dem restlichen Cliente des Festivals Gepasst.
Ja, okay, ich höre jetzt auf zu nörgeln. Eigentlich hat mir das Festival ja sehr gut gefallen. Da meine Freunde und ich uns nur The Streets und Tocotronic angucken wollten, sind wir erst relativ spät nach Düsseldorf gefahren. Der Plan war sich eine Stunde auf dem Festivalgelände zu beschäftigen und sich dann besagte Bands anzugucken. Der Plan lief leider schief. Da es nur Stände gab an denen man sich teure Klamotten kaufen konnte, aber keine Gewinnspiele, Infostände oder sonstigem kurzweiligen Festivalquatsch gab, beschloßen wir, uns die Bands vor den Streets auch zu geben:
Hauschka, Schneider TM & Hildur Gudnatottir. Großer Fehler. Selten so etwas langweiliges gesehen. Es handelt sich eigentlich um drei Solokünslter (u.a. eine Cellisten, sehr cool eigentlich), die speziell für das Open Source Festival zusammen gekommen sind. So wird das angepriesen:
Ein spannendes Experiment, bei dem traditionelle Instrumente, moderne Elektronik und abstrakte Klangwelten miteinander verwoben werden.
Im Endeffekt hörte man aber nur die abstrakten Klangewelten, sprich Geräusche. Ich hab nichts gegen experimentelle Musik oder Elektro im allgemeinen, aber das ging wirklich überhaupt nicht klar. Die Band hatte jedenfalls Spaß und es gab sogar Leute im Publikum, denen das gefallen hat. Hatte anscheinend doch eine gewisse Daseinsberechtigung.

Viel besser wurde es danach bei den Streets. Mike Skinner sah aus wie ein gelangweilter englischer Tourist, als er auf die Bühne kam, aber dieser erste Eindruck verpuffte schnell, angesichts seiner… ich nenn es mal Bühnenshow. Direkt das zweite Lied war Fit But You Know It und spätestens zu dem Zeitpunkt war jedem klar, dass Mike Skinner im Haus ist und es krachen lassen will. Typische Späßchen á la hinsetzen-und-dann-ausrasten, ein Mädel auf die Bühne holen, die erst tanznt und dann crowdsurft oder das ständige „CAN YOU SEE ME?!?“ und „CAN YOU HEAR ME?!?“ wurden gemacht. Ich glaube, dass jeder seinen Spaß hatte, und um es mit den Worten Mike Skinners zu sagen:
great vibe though. i think we dusseled the dorf
Das haben sie auf jeden Fall gemacht. Aber nicht im selben Maße wie die Headliner.

Hiermit danke ich Tocotronic. Sie haben mein 100. Konzert zu einem unvergesslichen Abend gemacht. Los ging es mit Freiburg und mit dem ersten Ton hatten sie das gesamte in ihren Bann gezogen. Erstaunlich wie textsicher wir Tocofans doch sind. Klang gut. Genau so gut wie die kryptischen Ansagen von Dirk von Lowtzow, bei denen er manchmal selbst lachen muss. Stichwort Ozon. Ozon! OZON!
Was so besonders an diesem Konzert war? Die Songauswahl. Nicht ein Lied, was mir nicht gefallen hat. Okay, als sie Let there be rock angespielt haben, dachte ich kurz die wollen jetzt Free Hospital spielen, aber da haben wir ja noch mal Glück gehabt. Und Die Grenzen des guten Geschmacks 2 ist auch halb so wild. Richtig gefreut habe ich mich hingegen bei Ich bin viel zu lange mit Euch mitgegangen. Mir gefallen die ersten vier Alben ja besser, als die nachfolgenden und manchmal habe ich das Gefühl, dass die Band selbst auch mehr Spaß dabei hat, alte Lieder zum besten zu geben. Wenn mich nicht alles täuscht ist das Foto oben während Jungs, hier kommt der Masterplan (Livevideo auf youtube) aufgenommen wurden.
Der Knaller kam aber noch. Nachdem Tocotronic von der Bühne gegangen sind, Explosion bereits gespielt haben, Kapitulation aber nicht, rechneten alle fest mit eben diesem Lied als Zugabe. Als sie die Bühne wieder betraten und hingegen aller Erwartungen Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit spielten war die Überraschung natürlich groß. Diesen Song habe ich noch auf keinem Tocotronic Konzert live gehört und mich dementsprechend gefreut. Das restliche Publikum anscheinend auch. Anders kann ich mir die Atmosphäre während der dritten Strophe, wenn die Band ganz leise wird, das ganze Publikum jede Silbe mitschreit und jeder tief in seinem Inneren denkt „Ich weiß ganz genau wovon du redest Dirk“ nicht erklären.
Gestern um halb drei
habe ich noch ein Lied gemacht
und ich rufe eine Freundin an
mitten in der Nacht
Und ich singe es ihr durchs Telefon
und es sagt: „Ich liebe dich“
Kurz bevor ich auflege
schäme ich mich
Atemberaubend. Legen – wait for it – dary! You name it. Ganz großer Moment auf jeden Fall und ein würdiger, meiner Meinung nach um längen besser Abschluß für das Konzert, als Kapitulation. Schade nur, dass sie nichts vom neune Album gespielt haben, dass immerhin schon fertig ist. Naja, dann müssen wir wohl noch ein wenig auf die neuen Songs warten.
Das war mein Open Source Festival 2009. Was bleibt zu sagen? Interessantes Konzept, gute und vor allen Dingen abwechslungsreiche Headlinerwahl. Wenn jemand interessantes nächstes Jahr Headliner wird bin ich wohl wieder dabei, die Location hat mir nämlich gut gefallen. Von der Bühne aus ging ein leichter Anstige nach oben, wodurch jeder eine gute Sicht hatte. Und sehr kleine Menschen, denen das nicht reichte konnten sich einfach auf die Tribühne setzen. Kompliment an die Veranstalter.
Achja, ich danke Tonight und/oder der Rheinischen Post, keine ahnung. Falls einer von euch ein Problem damit haben sollte, dass ich eure Bilder hier hochgeladen habe, sagt Bescheid.
Update!
Das interweb ist schnell. Gerade gebloggt und schon ein paar Minuten später erreicht mich dieser Link zu einem netten Video vom gestrigen Auftritt. Möchte ich euch nicht vorenhalten:
Hurricane Festival 2009 Nachlese
Da die zehn Leute, die dieses Blog hier lesen, wahrscheinlich auch dieses verfolgen, nervt es sie sicher an, dass sich die Konzertberichte ständig überschneiden. Mir egal. Ich probiere trotzdem meine Erinnerungen an das Hurricane Festival 2009 darzustellen. Zur Hilfe nehme ich den diesjährigen Timetable und meine Twitterupdates, im Laufe des Posts werde ich mich also selbst zitieren. Schon irgendwie selbstverliebt… Sehr Innovativ, wie ich finde.
Mein fünftes Hurricane hintereinander. Während ich 2005 und 2006 noch dachte, dass das Auto das beste Fortbewegungsmittel für den Weg zum Festival sei, weiß ich seit 2007, dass nichts über eine sieben Stunden lange Zugfahrt mit vier Freunden, viel Bier und einem anschließenden Fußmarsch zum Festivalgelände geht. So gab es auch dieses Jahr wieder neue Bekanntschaften bei Flunkyball Spielen auf Bahnhöfen, Ärger mit Schaffnern und Rückenschmerzen. Wichtiger sind aber die Bands und von denen habe ich mir dieses Jahr folgende angeguckt:
Bosse
der typ sieht aus wie ein junger thees uhlmann, die mucke ist aber langweilig. #bosse #hurricane09
5:15 PM Jun 19th from sms2twitter
Mehr habe ich da auch nicht mehr zu sagen, ich erinnere mich nicht mehr groß an Bosse und muss auch zugeben, dass mir das nichts ausmacht. Wir standen dort nur im ersten Wellenbrecher um einen guten Platz für die Ting Tings zu haben.
The Ting Tings

Ich könnte jetzt über die Großartigkeit der Zweimannband The Tings Tings bloggen, darauf eingehen, wie gut die Band live ist und dass sie bei Auftritten kleine Variationen an ihren Stücken vornehmen. Gefiel mir alles sehr gut und war außerordentlich tanzbar. Aber wir sind hier bei der Riesenbüchse Idioten. Ich erzähl euch lieber, dass Katie White besser aussah als ich sie in Erinnerung hatte. Okay, zugegeben, bei den Klamotten war das auch nicht schwer, trotzdem kann man mal erwähnen, dass es wahrscheinlich jedem männlichen Besucher da gefallen hat. Sehr.
Katy Perry
weitersagen: heute abend um 19:15 spielt katy perry!Bei „i kissed a girl“ will ich circle pits und eine wall ne death sehen!
10:32 AM Jun 19th from sms2twitter
Ja, diese Nachricht haben @herr__lehmann und ich im Vorfeld verbreitet. Wir dachten uns, wenn Katy Perry sich schon zum Hurricane traut müssen wir ihr auch was bieten.
Bei dieser Frau über die Musik zu sprechen wäre total fehl am Platz. Lobenswert ist einzig und allein, dass sie alle Songs live zum besten gegeben hat. Sogar mit kompletter Band! Die Bühnendeko war schrecklich Plastik-Barby-Pinkmäßig mit Zäunen, einem riesigen Katy Perry Logo, Plastik Flamingos und nem aufblasbaren Katzenkopf (!), trotzdem hatte jeder Spaß.
Als dann am Ende wirklich „I kissed a girl“ kam sind alle total ausgerastet. Wir haben wirklich einen riesigen Circle Pit das komplette Lied über hinbekommen und ganz zum Schluß des Liedes hat Katy Perry sich ins Publikum getraut um ein Mädel ihrer Wahl zu küssen. Auf der einen Seite natürlich prekär, wenn man bedenkt, dass sie Jesus auf ihrem Arm tätowiert hat und ein Kreuz auf ihrem Gitarrengurt abgebildet ist, andererseits ist es natürlich Katy Perry. Die brauch das.
super aktion! Circle pit bei katy perry hat super funktoniert.bühnenshow war mindfuck&das ende war prostitution #hurricane09
8:07 PM Jun 19th from sms2twitter
Dank geht übrigens raus an @festivalhopper, @davidaguirre und @rtauchnitz, die unsere Nachricht geretweetet (was für ein geiles Wort) haben.
Franz Ferdinand
Sehr guter Auftritt! Nach Katy Perry hatte ich schon Angst, ob das überhaupt noch jemand toppen könnte, aber die vier Schotten habe mich nicht enttäuscht. Beste Songs waren wahrscheinlich 40 Ft in einer unglaublich langen Version inklusive Abspackteil, das achtminuten lange Lucid Dreams (ebenfalls mit elektronischem Abspackteil am Ende) und This Fire zum Abschluss des Konzertes hin. Das Set war von Anfang bis Ende super, das einzige Manko ist nur, dass sie Darts Of Pleasure nicht gespielt haben. Was soll das bitte? Wenn man dann schonmal in Deutschland ist und in dem Lied zwei deutsche Textzeilen vorkommen und der Schlagzeuger dazu auch noch perfekt Deutsch spricht, wieso spielt man das dann nicht?
Aber ansonsten wirklich nur geil der Auftritt!
Kings Of Leon
die kings of leon haben eine geile bühnendeko.riesige,wild angeordnete displays mit der livekamera&bunten farben. #hurricane09
11:11 PM Jun 19th from sms2twitter
Solider, aber sehr gelangweilter Auftritt der Chartsstürmer Kings Of Leon. Nichts gegen die Band, das neue Album ist großartig, aber der Auftritt war langweilig. Gespräch mit dem Publikum war so gut wie garnicht vorhanden, man hätte also genau so gut vier Puppen auf die Bühne stellen und die CD abspielen können. Vermute, dass die fünfzehnjährigen Mädchen im Publikum trotzdem Spaß hatten. Ich für meinen Teil war mehr von den Displays begeistert als von den Löwen an sich.
Kraftwerk

Großartig! Ich habe ja mit viel gerechnet, aber nicht damit. Das ganze Set lang sagt die Band nichts. Ein Elektroknüller nach dem anderen, mittem im Set dann Autobahn, gefolgt von Computerliebe und das Model. Muss ich mehr dazu sagen? Bei einem Lied gingen die vier sogar komplett von der Bühne und wurden von Robotern ersetzt, die nichts konnten außer ihre Arme sehr langsam hoch und runter zu bewegen.
Ich hatte zwar den Verdacht, dass die Band nur pro forma auf der Bühne stand und alles Playback war, ich bin mir mittlerweile aber nicht mehr sicher. Zuhause angekommen habe ich mir noch mal einige Songs angehört und musste feststellen, dass sich fast alle Songs von den Live Versionen unterscheiden.
Ohne Frage mein Freitags Highlight und wahrscheinlich auch Top3 des gesamten Festivals.
Less Than Jake
Immer wieder erstaunlich wieviele Betrunkende man bei so Spaß Bands, die Skate- oder Ska-Punk machen schon um 14:00 antreffen kann.
Für Fans war der Auftritt wahrscheinlich umwerfend gut, aber für einen wie mich, für den sich leider jedes Lied gleich anhört (bis auf ll my best friends are metal heads aus THPS), war er eher langweilig. Die Betrunkenen hatten ihren Spaß, keine Frage.
Eigentlich wollte ich mir nach Less Than Jake die Blood Red Shoes angucken, aber das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung, was darin resultierte, dass ich die Zeit mit Herr Lehmann im Coca Cola Zelt verbrachte. Also direkt weiter mit der nächsten Band.
SKA-P
ska-p waren richtig gut und selten riecht es dazu auch noch so angenehm im publikum.
#hurricane095:45 PM Jun 20th from sms2twitter
Noch mehr Betrunkene! Dazu auch noch dieser süßliche Geruch in der Luft. Hach, das war dann schon eher mein Fall, vor allem weil ich irgendwie Fan dieser Band bin. Ich verstehe zwar bei den meisten Songs nicht worum es geht, aber zum Glück haben SKA-P extra für Leute, die des Spanischen nicht mächtig sind, einen Abspacktypen auf der Bühne. Einen was? Ja Ihr habt richtig gelesen, auf der Bühne rennt ein Typ rum, der sich zu jedem Song ein neues Kostüm anzieht und einfach nur abspackt. Sehr hilfreich, da der eigentlich Sänger vielleicht zwei Sätze Englisch gesprochen hat, der Rest der Ansagen war ebenfalls auf Spanisch.
The Mars Volta
jetzt kommen the mars volta,die anscheinend ein geheimtipp sind.jedenfalls sehr leer hier vor der bühne. #hurricane09
5:51 PM Jun 20th from sms2twitter
Ich weiß zwar nicht wohin alle gegangen sind, aber es wurde leer vor der Bühne. Sehr leer. Den Leuten, die sich Mars Volta angucken wollten war das aber sichtlich egal.
Und der Band erst Recht. Selten einen Sänger so mit dem Mikroständer jonglieren sehen. Der Keyboarder war auch große klasse, aber keiner kommt an Omar Rodríguez und seine Grimassen beim Gitarrespielen ran.
Vielleicht noch ein paar Worte zur Musik. Ich habe mich noch nicht sehr mit Mars Volta beschäftigt, aber die Songs, die ich kenne gefallen mir sehr gut. Der Rest ist leider sehr schwer zugänglich. Songs, die mitunter 15-20 Minuten gehen, aufgeteilt sind in mehrere Fragemente mit wiederkehrenden Mustern und Soli von jedem der Instrumente sind, vielleicht nichts Neues für Leute, die sich mit experimenteller Musik auseinander sezten. Für mich aber schon. Der Auftritt hat mir jedenfalls so gut gefallen, dass ich mir direkt danach das neue Album Octahedron gekauft habe.
Einzgies Manko? Es war viel zu hell.
Pixies
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich mit den Pixies noch weniger beschäftigt habe. Klar, man kennt Where is my mind? aus dem Fight Club Soundtrack, aber sonst? Haben mich nicht so vom Hocker gehauen die Pixies. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass sie schlecht waren, aber hatte eben mehr erwartet. Darum bin ich auch nach Where is my mind? eine Falafel essen gegangen.
Weil ich wusste, dass man nur sehr schlecht in das Zelt reinkam, wenn man es kurz vor dem Headliner probierte, bin ich schon gegen 22:30 in das Zelt gegangen, obwohl Tomte erst um 01:00 aufgetreten sind. Fanboy eben.
Im Zelt selbst wurde ich dann zuerst von Lykke Li enttäuscht, weil sie ihr Theremin nicht ausgepackt hat und anschließend auch noch von Get Well Soon, weil die so langweilig waren. Ernsthaft, ich hab für einen Augenblick gedacht, dass der Bassist einschläft. Aber genug davon, kommen wir zu dem schönem Teil.
Tomte
Wie gesagt, ich bin ein totaler Tomte Fanboy und stell mich schon 2½ Stunden vor dem Auftritt vor die Bühne um ja ganz vorne zu sein. Das war ein großer Fehler.
Jedes Jahr aufs neue verfluche ich das Coca Cola Soundwave Discovery Zelt. Entweder, weil es zu voll ist und ich nicht mehr reinkomme, oder ich bin reingekommen und es ist trotzdem noch zu voll. Wie kann man Tomte bitte in so einem blöden Zelt spielen lassen und so dann auch noch so viele Leute rainlassen? Es wurde eine ganze Stunde lang nur von links nach rechts gedrückt und nach Luft geschnappt. Irgendwann habe ich auch die Mädels, die in den Reihen vor mir zusammengeklappt sind, aufgehört zu zählen.
Weniger aufregen, mehr Tomte loben! Interessant Setlist gab es an dem Abend. Sie fingen an mit Schönheit der Chance, spielten Nichts ist so schön auf der Welt, wie betrunken traurige Musik zu hören ganz und endlich mal wieder den besten Song der neuen Platte: Voran,Voran. Thees hatte gut Laune und das obwohl er bei gefühlten 40° eine Lederjacke anhatte. Alles super, aber nächstes mal aber bitte wieder auf der grünen Bühne liebes Hurricane.
The Gaslight Anthem
Sonntag, 14:10 Uhr. Mein Handy hatte mittlerweile schon den Geist aufgegeben und mir ging es nicht anders.
Der einzige Grund, warum ich mich bei den großartigen Gaslight Anthem nicht bewegte. Die Songs machen live nämlich noch mal eine Ecke mehr Spaß als auf der Platte. Da gab es absolut nichts zu bemängeln. Leider hatten sie nur 40 Minuten Zeit, sonst hätte man sich auf noch mehr Ansagen des Sängers gefasst machen können. Die waren großartig. Ein Rocker, der sich in den Songs anhört wie ein Popstar, überrascht natürlich stark, wenn er sich bei den Ansagen anhört, als wäre er als Kind in ein Fass Whiskey gefallen. Und was der da vom Stapel gelassen hat. Unglaublich komisch! Wie schon an anderer Stelle erwähnt, mein Geheimtipp des Hurricane Festivals 2009.
Lily Allen
Konnte ich mir leider nur von der Seite angucken, da ich wieder etwas essen wollte. Was für ein Sassy Lady um es mit den Worten des Gaslight Anthem Sängers auszudrücken. Leider kenne ich von ihr auch nur die beiden letzten Singles, darum weiß ich nicht, was ich groß dazu schreiben soll.
Sassy!
Keane
zzZzzZzzZzzZ
Fettes Brot
Kleine Anekdote am Rande. Viele Leute nutzten die Spielzeit von Keane dazu, noch ein kleines Nickerchen zu machen. Ich war einer von ihnen. In der Umbaupause vor Fettes Brot wurde dann Remmidemmi aufgelegt und der gesamte Bereich vor der Bühne bebte. Wie erniedrigend muss das bitte für Keane gewesen sein? Naja, soll mir egal sein.
Bei Fettes Brot bebte übrigens auch der gesamte Bereich vor der Bühne. Ähnlich wie andere Vertreter des Genres, lassen Fettes Brot es sich nicht nehmen, bei Auftritten eine komplette Live Band mitzubringen. Und die hatte es in sich. Jeder Song klang zwar anders als auf der Platte, aber keineswegs schlechter. Eher hundertmal tanzbarer. Und das will bei Songs wie Schwule Mädchen, Nordish by Nature oder Bettina schon was heißen. Hat mir sehr gefallen.
Während sie 2005 noch RATM coverten, bereiteten sie dieses Jahr auf den Headliner vor, indem sie unter anderem Männer sind Schweine upmashten (gibts das Wort?).
Die Ärzte
Ich glaube mittlerweile weiß jeder über die Livefähigkeiten dieser Band Bescheid. Stichwort Sitzlaola, Hüpflaola, DoppelHüpfLaola, riesige Circle Pits, noch riesigere Wall Of Deaths und Becherwerfen für Viva con Carne Aqua. Achja, und nicht zu vergessen Bela B. in einem rosa Anzug und Freestyle Strophen bei Zu Spät.
Während sie mir auf Platte nicht sehr viel Spaß bereiten, überzeugen mich die drei Berliner live wieder jedes Mal aufs Neue. Und damit meine ich nicht nur die Sogs, die man mittlerweile ohne es zu wollen auswenid kann, sondern auch die Fans. Die sind ohne zu zögern zu allem bereit, was BelaFarinRod ihnen an den Kopf werfen. Soetwas habe ich bisher noch bei keiner anderen Band sehen dürfen.
So. Das wars dann von mir über das 13. Hurricane Festival. Mir hat es sehr gefallen und ich denke, dass ich auch die nächsten fünf Jahre den Weg nach Scheeßel einschlagen werde, wenn die Veranstalter das Festival in die Richtung weiterlaufen lassen, in die es sich zur Zeit entwickelt. Und wie Herr Lehmann schon sagte, 2010 will ich Echt als Headliner sehen!
Hurricane Festival 2009 Vorschau
Ganz kurz erstmal das hier: Wenn ihr über das Hurricane oder Southside Festival 2009 bloggt oder twittert, dann könnt ihr euch drüben bei ni-c.de in eine Liste mit anderen Bloggern und Twitterern eintragen. Das ist interessant für a, die hinfahren und auf dem aktuellen Stand bleiben möchten und b, für die daheimgeblieben im nachhinein auch.Von daher kann man ruhig da mit machen.
Jetzt aber zum Hurricane. Wie jedes Jahr, werde ich auch dieses Jahr wieder 3 Tage in Scheeßel meinen Spaß haben. Ich erspare mir an dieser Stelle, groß auf die Großartigkeit des Festivals, des Lineups und sonstigem Kram einzugehen, und möchte nur meinen eigenen Timetable vorstellen. Ich bin schon gespannt, ob ich dieses Jahr schaffen werde, mir all die Bands anzusehen, die ich auch sehen möchte.
Wer auch hinfährt, kann gerne in den Kommentaren seinen Senf dazu abgeben und mir sagen, zu welchen Bands ich lieber gehen sollte.

Freitag, 18.00-18.45, Blue Stage : The Ting Tings
„Shut up and let me go“, „That’s not my name“ und „“ gefallen mir ganz gut. Der Rest von denen ist auch OK, von daher würd sich mit den Ting Tings auf das restliche Hurricane eingestimmt.
Freitag, 19.15 – 20.00, Blue Stage : Katy Perry
Und wenn man dann schon mal vorne bei der Blue Stage ist, kann man ja auch direkt da bleiben um sich diesen Rotz anzusehen. Das wird ein Spaß!
Freitag, 21.15 – 22.30, Green Stage : Franz Ferdinand
Darauf freue ich mich ja schon seit 2005. Ich habe es komicherweise, seitdem ich Franz Ferdinand höre, noch nie zu einem Konzert der Schotten geschafft. Dementsprechend groß war die Freude, als sie angeküdigt wurdnen. Klar, ich hätte mich wahrscheinlich mehr gefreut, wenn ich zu Zeiten des ersten Albums auf einem Konzert gewesen wäre, aber das wird Freitag trotzdem sehr gut.
Freitag, 23.00 – 00.30, Green Stage : Kings Of Leon
Habe ich mir 2007 nicht angesehen, fand ich damals noch nicht so gut. Aber mit dem neuen Album haben die ohne Frage den Vogel abgeschossen. Gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt, was ich live von denen erwarten kann.
Freitag, 00.30 – 02.00, Blue Stage : Krafwerk
Da muss man ja nichts mehr zu sagen, oder? Ich hoffe, dass ich bis dahin durchhalte, um mir eine der wichtigsten Elektrobands überhaupt ansehen zu können. Viele meiner Lieblingsbands würde es wahrscheinlich in dieser Form garnicht geben, wenn es Kraftwerk nicht gegeben hätte.
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Samstag, 14.00 – 14.45, Green Stage : Less Than Jake
Wenn ich schon wach bin, werde ich mir Less Than Jake angucken. Melodischer Ska Punk tut ja keinem was, das höre ich ab und zu gerne.
Samstag, 14.45 – 15.30, Blue Stage : Blood Red Shoes
Formation wie die White Stripes, nur doch ganz anders. Mit denen habe ich mich allerdings noch nicht viel beschäftigt, deshalb werden die auch nur angeguckt, wenn ich schon wach bin, bzw. gerade kein Flunkyball spiele.
Samstag, 16.30 – 17.30, Green Stage : Ska-P
Ska Ska Ska ! Weiter oben schrieb ich zwar noch, dass man sich das nur ab und zu anhören kann, aber wenn es um Ska-P geht, muss ich meine Meinung sofort wieder revidieren. Die gehen immer! Vor allen Dingen, da ich sie 2005 leider verpasst habe und die sich anschließend getrennt haben.
Samstag, 18.00 – 19.15, Green Stage : The Mars Volta
Ex-Mitglieder von At the Drive-In. Zwar ein sehr stranger Umbruch von Ska Punk zu Progressive Rock, aber auf Mars Volta freue ich mich auch schon.
Samstag, 01.00 – 02.00, Zelt : Tomte
Großartig. Kann ich auch ohne weiter Worte so stehen lassen. Ich möchte aber unbedingt noch in das Zelt reinkommen (2008 bei Digitalism hat es zum Beispiel nicht geklappt), deshalb weiß ich noch nicht, um wie viel Uhr ich dahin gehen soll. Wahrscheinlich gucke ich mir vorher noch von 19.45 – 20.45 Pixies an und von 20.45 – 21.45 Clueso. Ich mach das mal von der Zeltfülle abhängig, ob ich noch zu Ben Harper and Relentless7 gehen soll oder nicht.
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Sonntag, 14.10 – 14.50, Green Stage : The Gaslight Anthem
Mein persönlicher Geheimtipp dieses Jahr. Leider zu einer sehr ungünstigen Zeit, ich meine, zehn nach zwei? Da kann es nur zu gut sein, dass einem da etwas dazwischen komm. Okay, andererseits wird es vor der Bühne auch schön leer sein… muss ich mir noch überlegen.
Sonntag, 21.30 – 23.30, Green Stage : Die Ärzte
Kann ich mich persönlich zu Hause auf Platte nur sehr schwer anhören, live hingegen vielleicht wirklich die beste Band der Welt. Man weiß es nicht. Jedenfalls immer sehr lustig, aber auch anstrengend live. Ich erinnere da nur an den größten die größten beiden Circle Pits, die ich je gesehen habe bei Rock am Ring 2007.
Was ich den Tag so mache, weiß ich noch nicht genau, das werde ich wahrscheinlich alles spontan entscheiden. Ich muss mich entscheiden zwischen Gogol Bordello und Lily Allen gegen Anti-Flag und Eagles Of Death Metal. Mal sehen, ich so drauf bin.
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Morgen früh geht es los, daher gibt es ab morgen nur noch Updates bei Twitter und keine neuen Blogeinträge. Ich wünsche allen, die auch zum Hurricane viel Spaß und wenig Regen!
Warum die Welt mich hasst Teil II
Nachdem ich letzens erst ein Rock am Ring Ticket gewonnen habe, und mich dafür schon manch einer böse angeguckt hat, kommt jetzt der ultimative Grund mich noch mehr zu hassen.
Ich habe gestern bei 1Live schon wieder 2 Karten für ein Festival gewonnen. Der einzige Haken an der Sache ist, dass sie mir nicht gesagt haben für welches. Zur Auswahl standen das Big Day Out in Anröchte, das area4 Festival in Lüdinghausen und ein drittes Festival, von dem sie mir auch nichts gesagt haben. Die 1Live Frau am Telefon sagte mir, dass ich mich überraschen lassen soll, wenn die Karten im Briefkasten liegen. Man darf gespannt sein!
Am liebsten wäre mir natürlich das area4 Festival. Ich meine, The Offspring, Farin Urlaub, Eagles Of Death Metal, Kettcar, Mad Caddies, Get Up Kids und Turbostaat für lau? Warum nicht.
Immergut Festival 2009 Nachlese

Ich erwähnte ja schon, dass Herr Lehmann und ich gestern vom diesjährigen Immergut Festsival in Neustrelitz zurückgekommen sind. Ein Liveblog via Twitter wäre ganz nett gewesen, aber da mein Handy keine Datenflatrate hat, muss ich das Festival jetzt auf altmodische Art und Weise nachbereiten. Ich gebe mal mein bestes.
Freitag 15:00-15:30 (Red Bull Tour Bus) : A Golden Pony Boy
Erst einmal ist zu sagen, dass es eine sehr gute Idee war, einfach diesen Red Bull Tour Bus auf den Camping Platz zu stellen und 2 Bands dadrauf spielen zu lassen, die sich auf der Bühne oder im Zelt vielleicht weniger Leute angeguckt hätten. Ich hab die Band nicht ganz mitbekommen, da wir während sie gespielt haben, an der Bändchenausgabe anstanden. Das, was ich gehört habe, hat mir aber gefallen. Nette Jungs mit ruhigem Gedudel. Passend zum Immergut Festival halt.
Bändchenausgabe
Das war so eine Sache. Wenn ich Fünftausend Menschen an einem Tag ein Bändchen um den Arm hängen und ihnen ein Programmheft in die Hand drücken möchte, dann würde ich mehr als 8 Typen dahin stellen, die das erledigen. Es hat wirklich lange gedauert, da die meisten direkt mit Eröffnung des Festivalsgelände zur ersten Band (Tilman Rossmy), auch ihr Bändchen haben wollten. Klar, es gibt schlimmeres als auf einem Festival zu warten, aber das geht auch anders.
Freitag 16:00-16:30 (Red Bull Tour Bus) : Kate Mosh
Lustiger Bandname. Erinnerte mich teilweise an Bloc Party, mal mehr mal weniger. Manche Lieder waren mir zu Elektro, aber das ist ja bei den neuen Bloc Party Sachen nicht anders. Ingesamt hat es mir aber doch gefallen. Wenn ich das, was sie erzählt haben richtig verstanden habe, dann war das ihr letztes Konzert. Schade eigentlich.
Zelten
Der Zeltplatz war unterteilt in Zeltplatz 1 und 2. Die Parkplätze waren direkt neben den Zeltplätzen, zum Teil konnte sogar neben seinen Autos gezeltet werden. Keine schlechte Idee eigentlich.
Wir haben auf Zeltplatz 1 gezeltet, von dort aus waren es keine 3 Minuten bis zum Festivalgelände, dementsprechend konnte man auch gemütlich von seinem Zelt aus den meisten Bands zuhören. So mussten wir zum Beispiel leider Viginia Jetzt! ertragen. Andererseits konnten wir dafür aber auch Friska Viljor vom Zeltplatz aus zuhören, die es mir wirklich sehr angetan haben. Anspieltipps wären Shotgun Sister und I gave my Life.
Interessant waren vor allem die Besucher des Festivals.
Während man auf anderen Festivals wie zum Beispiel dem Hurricane oder dem Highfield schon sehr verrückte Leute antreffen kann, gehören diese Leute auf dem Immergut noch zu den normalsten Leuten. Zwischen den Bands wurden wir auf dem Zeltplatz oft unabhängig voneinander von Leuten, die wir nicht kennen, dafür belächelt, dass wir essen. Essen? Ja essen. Wir dachten an nichts Böses, bereiteten vegane Gerichte zu und bekamen dafür Sprüche wie „Ach, schon wieder am essen?“ oder „Guten Appetit“ in einem Tonfall, den man nicht zuordnen konnte. Hat denn noch nie jemand zwei Typen vor nem Zelt essen sehen? Komisches Festival.
Die Hecht auf Brot Nummer ist aber noch krasser. Jeder dritte oder vierte Festivalbesucher hatte ein Tshirt Nicki an, auf dem ein Fisch und ein Stückbrot abgebildet waren, die mit einem Pfeil verbunden sind. Vereinzelnt gab es auch Fahnen oder sogar Campingstühle mit dem Motiv drauf. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, jemanden zu fragen, was es damit auf sich hatte. Die Auflösung des Rätsels machte die Sache aber in meinen Augen noch unglaubwürdiger. Anscheinend hat jemand, der nicht einmal auf dem Festival war, irgendwann einmal angetrunken, so gegen drei Uhr morgens, einen Fisch genommen, ihn auf ein Stück Brot gelegt und dabei gesagt „Der Hecht muss auf’s Brot“. Das ist alles. Der Typ, der uns die Geschichte erzählt hat meinte auch dazu, dass es ihm „mittlerweile zu viele werden“. Unvorstellbar…
Die beste Geschichte ist aber wahrscheinlich die mit dem Goldfisch. Dabei meine ich diesmal ausnahmsweise nicht, dass sie nur ein Gedächtnis von drei Sekunden haben, dass sie nur ein Gedächtnis von drei Sekunden haben, dass sie nur ein Gedächtnis von drei Sekunden haben, sondern, dass das Erste, das wir auf dem Zeltplatz gesehen haben, ein selbstausgehobener Goldfischteich war. Mit zwei lebenden Fischen.
An Für sich schon schlimm genug, da man sich sicher sein kann, dass die Fische so ein Festival mit 5000 Menschen nicht überleben. Das krasseste ist aber das Gespräch zwischen dem Goldfischteichbesitzers und einer anderen Person, dass wir im vorbeigehen aufgeschnappt haben:
A: Wie geht’s eigentlich euren Goldfischen, leben die noch?
B: Ja Ja, den geht es prima. Wir haben die schön mit Cornflakes gefüttert, die leben noch.
A: Ach ja?
B: Ja, wir haben mittlerweile sogar einen dritten!
Wo zur Hölle haben die den dritten Goldfisch her? Es ist ja nicht so, dass Neustrelitz eine Weltmetropole sei, ganz im Gegenteil, man müsste schon irgendwo einbrechen, um einen Goldfisch zu klauen. Es wird wohl ein ungelöstes Mysterium bleiben…
Freitag 20:05-20:50 (Bühne) : Olli Schulz
Olli Schulz zusammen mit Home of the Lame auf der Hauptbühne. Darauf hatte ich den ganzen Tag gewartet und wurde auch nicht enttäuscht. Das neue Album „Es brennt so schön“ habe ich mir noch nicht angehört und wurde dementsprechend von den neuen Songs überrascht. Die alten Songs mit Home of the Lame Unterstützung machen aber auch einiges her. Hat mir sehr gefallen. Einen Gastauftritt hatte Kommisar Ärmchen, eine riesige, aufblasbase Gummi Krake, die Olli während einem Lied in’s Publikum geworfen hat. Achja, Haut gab es auch viel zu sehen. Ollis Hose ist bei einem Sprung in die Luft gerissen. Tja, vielleicht sollte er auf Jogginghosen umsteigen oder so.

Freitag 21:40-22:40 (Bühne) : Polarkreis 18
Kann man in einem Wort zusammenfassen: FAIL! Es ist ja nicht so, als ob wir uns auf Polarkreis 18 gefreut hätten oder so. Nein, wir wollten uns nur „Allein, allein“ anhören und dann weiter Festivaldinge erledigen. Ich hatte das Gefühl, als ob die Jungs von der Band das wussten, den Song haben sie natürlich als letztes gespielt. Ist ja alles nicht so schlimm, die anderen Songs klangen sowieso gleich.
Wieso aber sind sie geFAILt? Ganz leicht. Der Gesang kam vom Band, wie bei der Miniplayback Show. Ob die Band auch nicht live gespielt hat, kann ich nicht beurteilen, aber der Sänger Felix Räuber hat definitiv nicht live gesungen. Er hat jeden Ton getroffen, dabei aber akrobatische Einlagen gemacht, ist rumgesprungen, die Bühne hochgeklettert und zum Schluss sogar hingefallen. Der Gesang hallte aber weiter aus den Boxen, als wäre nichts gewesen… Sich sowas auf einem Indiefestival zu trauen ist krass, sogar für Polarkreis 18.
Freitag 01:00-01:40 (Zeltbühne): Die Sterne
Yay! Die Sterne live. Wir waren zwar beide sehr müde, aber die Sterne schafften es trotzdem problemlos uns zu überzeugen. Da ich mich noch nicht lange mit der Band beschäftigt habe, kamen mir zwar viele unbekannte Songs zu Ohren, aber spätestens mit „Aber andererseits“ oder „Was hat dich bloß so ruiniert?“ erreichte die allgemeine Partystimmung einen Höhepunkt. Sehr gutes Konzert. Die Typen von den Sternen hätte ich mir ganz anders vorgestellt, der Sänger Frank Spilker zum Beispiel hätte ich mit seinem Aussehen niemals der Hamburger Schule zugeordnet, eher ner Ballermann 6 Party auf Mallorca oder so. So kann man sich täuschen. Spätestens als sie den The Whitest Boy Alive Keyboarder auf die Bühne geholt haben, um mit ihm ein paar Songs zu spielen eskalierte das Zelt vollkommen. Frank Spilker ist während einem Lied kurz verschwunden und kam dann mit den restlichen Mitgliedern von The Whitest Boy Alive auf die Bühne, alle bewaffnet mit Kuhglocken und forderten zum Tanz auf. War sehr lustig anzusehen. Danach waren wir leider zu müde für Frittenbude, das wird aber auf dem Abifestival nächste Woche nachgeholt! Flex Flex Flex!
Samstag 17:00-17:40 (Bühne): Telekinesis
Nette Band aus Seattle, auf die wir von verschiedenen Typen auf dem Zeltplatz angesprochen wurden. Nach einer Partie Flunkyball genau das Richtige für zwischendursch. Die Band hatte ein sehr interessantes Set Up, der Schlagzeuger hat gesungen und dementsprechend stand das Schlagzeug in der vorderen Reihe, zwischen zwei Gitarristen. Um ehrlich zu sein, kann ich da auch nicht mehr viel zu sagen. Wenn sie noch einmal irgendwo spielen würden, und gerade nichts anderes spielt, würde ich sie mir noch einmal ansehen.
Samstag 20:20-21:25 (Bühne): Tomte

TOMTE! Natürlich groß wie immer. Nicht ganz so gut wie sonst könnte man zwar sagen, es kam irgendwie so rüber, als ob Thees nicht besonders gut gelaunt war, ich weiß auch nicht. Sie haben ein solides Set gespielt, ich bin zwar voll auf meine Kosten gekommen, aber ich war schon auf lustigeren Tomte Konzerten. Normalerweise erzählt Thees einfach mehr zwischen den Songs. Wahrscheinlich gab es auch Leute, denen gerade der Umstand gefallen hat, dass er mal die Klappe hält. Wer weiß…
Samstag 22:20-23:30 (Bühne): Kettcar

KETTCAR! Mein persönliches Highlight des Festivals. Standen ganz Teenielike in der ersten Reihe und pusteten zwischen den Songs mit Seifenblasen um uns herum. Hat sehr viel Spaß gemacht alles. Hätte zwar gehofft, dass Thees Uhlmann die zweite Stimme bei „Am Tisch“ spielt, so wie Bela B. auf dem Highfield 2008, aber die Aufgabe hat Lars Wiebusch übernommen. Schade. Lustig hingegen war, dass Marcus Wiebusch bei „Stockhausen, Bill Gates und Ich“ den Text der zweiten Strophe vergessen hat. Ansonsten wenig überraschendes. Great as usual.
Samstag 23:40-00:40 (Zeltbühne): Pale
Das letzte Pale Konzert ever. Dementsprechend voll war das Zelt und dementsprechend viele Emotionen hingen dort in der Luft. Die Fans hatten sichtlichen Spaß, der ganze Innenraum da tanzte. Tanzen überhaupt. Das wurde beim Immergut groß geschrieben. Bei jeder Band, jedem Künslter und jedem Lied rastete das komplette Publikum aus und crowdsurfte als gäbe es kein morgen mehr.
Als sich Sänger Holger Kochs zum Ende des Konzertes hin für alles bedankte, was er mit der Band erlebt hat und so weiter, die ehemaligen Bandmitglieder noch einmal auf die Bühne kamen um zusammen zu spielen und beim letzten Lied das halbe Grand Hotel Van Cleef (inklusive Josh Homme) auch auf die Bühne kam, wurden Konfettikanonen abgefeuert und der ein oder andere Fan hatte sicher einen Kloß im Hals. Schade, dass sich Pale aufgelöst haben.
Auf dem Rückweg zum Zeltplatz mit einer Falaffel in der Hand der Band „The Soundtrack of our Lives“ passte zum Abschluß des Festivals sehr gut. Überhaupt stellt die Band für mich eher eine Art Hintergrundgedudel dar, als ein richtiges Konzerterlebniss. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber auf ein Konzert von denen würde ich wahrscheinlich nie gehen. Wenn sie jedoch zwischen zwei Bands spielen, die ich gerne sehen würde, hätte ich meinen Spaß.
So, das war’s von mir zum Immergut Festival 2009. Wenn das Lineup stimmt, bin ich 2010 wieder dabei.
Achja, die Bilder habe ich von Flickr User Red_One.
Yippie kay yeeeh Schweinebacke! Ich hab ein Rock am Ring Ticket bei den Jungs von Festivalhopper gewonnen!
Ihr erinnert euch an das Gewinnspiel bei Festivalhopper.de? Das wo man eine Rock am Ring Karte gewinnen konnte? Wollte nur kurz ein wenig angeben dem Interweb von meinem Glück erzählen und verkünden, dass ich eines der Tickets gewonnen habe! Habe ich zwar schon hier gemacht und es steht auch hier, aber wieso sollte man es nicht auch noch auf der Riesenbüchse Idioten erwähnen?
Danke nochmal!
Gewinne 2 Rock am Ring Tickets!
Ich liebe ja den Mai. Immer im Mai bin ich in totaler Festivalstimmung und voller Vorfreude auf die bevorstehenden Festivals. So auch dieses Jahr.
Viele von euch denken vielleicht ähnlich und ärgern sich gerade, dass Rock am Ring schon ausverkauft ist. Oder man ärgert sich darüber, dass MLK 135€ für ein Ticket verlangt und man die nicht auftreiben kann. Dafür habe ich jetzt aber eine Lösung gefunden, die ich dem interweb nicht vorenthalten möchte.
Die Jungs von Festivalhopper verlosen 2 Tickets für das ausverkaufte Riesenbüchse Idioten Festival Rock am Ring! Um mit zu machen, muss man entweder darüber bloggen (done) oder bei Twitter einfach @festivalhopper folgen und diesen Tweet (einfach klicken) twittern (done).
Ich wünsche allen, die da mitmachen viel Glück, ich wünsche mir selbst auch viel Glück und wünsche allen Leuten, die bei Rock am Ring sind schon mal im Vorraus viel Spaß.
Immergut Festival 2009 – Mitfahrgelegenheit?
Wie man hier oder hier nachlesen kann, fahre ich dieses Jahr mit Herr Lehmann von Als ich ein Hamster war zum Immergut Festival 2009 in Neustrelitz (habe ich schonmal erwähnt, dass ich gerne verlinke?).Tickets haben wir zum Glück schon letzte Woche gekauft, heute kam nämlich die Meldung, dass es keine mehr gibt (via).
Jetzt zu unserem Problem. Wir sind nur zu zweit und beide zwei arme Schüler mit wenig Geld, die beide kein Auto mehr haben und wollen darum mit dem Zug nach da oben fahren. Mit Ländertickets der Deutschen Bahn kann man mit einer Gruppe von 5 Leuten quer durch ein Bundesland fahren und zahlt nur 33Euro oder so. Wir durchqueren die Bundesländer NRW, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die genaue Strecke kann man sich hier bzw. hier angucken.
Wenn also jemand aus den tiefen, schier unendlichen weiten des Interwebs noch eine Mitfahrgelegenheit sucht, oder sich einfach mit uns die Ticketkosten teilen möchte, kann er sich bei einem von uns im Blog oder sonstwie melden. Es ist natürlich auch möglich zwischendurch einzusteigen, zum Beispiel in Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund, Hamm, Bielefeld oder auch Hannover.
Microblog 05.05.2009
#010 MTV Movie Award 2009 – Die Nominierten
Eher langweilig. Mein Senf dazu steht in den Kommentaren
#011 The Science of the Mushroom Kingdom
Knaller! Ein Kommunikationsdesignstudent aus den Staaten sollte als Hausarbeit ein Fachbuch zu einem beliebigen Thema machen. Sein Thema: Die Power Ups der Super Mario Reihe
#012 Wacken Rocks Seaside und Wacken Rocks South werden um 3 Monate verschoben
Fail! Ich hör kein Metal und käme niemals auch nur auf die Idee zum Wacken oder den Schwester Festivals der Wacken Rocks Serie zu gehen. Keine Angst. Ich fand die News einfach so lustig, dass der Veranstalter einfach viel mehr Tickets verkauft hat, als erlaubt waren.
#013 Apple bietet 700 Mio. $ für Twitter
Alter Schwede! Das ist echt ein Batzen Geld… Bin gespannt ob der Deal bis zur nächsten WWDC in trockenen Tüchern ist.

